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Unsere Meinung zur eventuell geplanten Laienausbildung

19.02.2026 | FAHRSCHUL-NEWS

Laienausbildung – Chance oder Risiko?

Die Diskussion um die sogenannte Laienausbildung – also das begleitete Üben mit Eltern oder anderen nicht beruflichen Ausbildern – wird zunehmend intensiver geführt. Viele Eltern informieren sich bereits heute in der Fahrschule darüber, wie sie ihre Kinder beim Erwerb des Führerscheins bestmöglich unterstützen können. Klar ist: Eine strukturierte Einbindung ist zwingend notwendig.

Verpflichtende Einweisung in der Fahrschule

Bevor Eltern oder andere Begleitpersonen in die Ausbildung eingebunden werden, ist eine fundierte Einweisung durch die Fahrschule unerlässlich. Dabei muss Schritt für Schritt erklärt werden:

Welche Ausbildungsziele verfolgt werden

Wie der Lernfortschritt strukturiert aufgebaut wird

Welche Fahrübungen zu welchem Zeitpunkt sinnvoll sind

Wo die Grenzen der Laienausbildung liegen

Eine solche Schulung schafft Klarheit über Verantwortlichkeiten und minimiert Fehlentwicklungen. Ohne didaktische Anleitung besteht die Gefahr, dass sich falsche Routinen einschleifen – und genau diese sind später nur schwer zu korrigieren.

Mehr Fahrstunden sind oft sinnvoll

Viele Eltern werden relativ schnell feststellen, dass professionelle Fahrstunden keineswegs „überflüssig“ sind. Im Gegenteil: Ein paar zusätzliche Übungsstunden in der Fahrschule können entscheidend sein, um komplexe Verkehrssituationen, defensive Fahrweise oder Prüfungssimulationen sicher zu beherrschen.

Die pädagogische Kompetenz eines ausgebildeten Fahrlehrers lässt sich nicht vollständig ersetzen. Die Laienausbildung kann ergänzen – aber nicht substituieren.

Risiko: Zu lockerer Umgang

Es ist realistisch anzunehmen, dass einige Begleitpersonen die Situation unterschätzen. Wer die Ausbildung zu locker angeht, riskiert Fehlverhalten im Straßenverkehr. Kleinere Unfälle oder Beinahe-Unfälle wären keine Überraschung, wenn klare Regeln und Strukturen fehlen. Gerade emotionale Dynamiken zwischen Eltern und Kindern können zusätzliche Spannungen erzeugen.

Akzeptanz: Stadt oder Land?

Ein weiterer Aspekt ist die regionale Akzeptanz.

Auf dem Land, wo Verkehrsaufkommen und Komplexität oft geringer sind, könnte das Modell leichter angenommen werden.

In der Stadt hingegen – mit dichtem Verkehr, komplexen Vorfahrtsregelungen und hoher Stressbelastung – dürfte die Skepsis größer sein.

Nach nur sechs Fahrstunden eigenständig mit Eltern zu fahren, erscheint vielen Fachleuten verfrüht. Dennoch gibt es Szenarien, in denen es funktionieren kann – etwa bei klar abgegrenzten Übungsbereichen und strukturierter Abstimmung mit der Fahrschule.

Paralleles Üben – sinnvoll oder nicht?

Wenn Fahrschüler parallel zu ihren regulären Fahrstunden zusätzlich mit den Eltern üben – selbst wenn es zunächst nur auf einem Parkplatz ist – kann das durchaus Vorteile bringen:

Für den Fahrschüler:

Mehr Fahrpraxis

Schnellere Routinebildung

Abbau von Unsicherheiten

Für die Eltern:

Besseres Verständnis für den Lernstand

Realistische Einschätzung der Fähigkeiten

Wichtig bleibt jedoch: Das Üben darf nur ergänzend erfolgen und sollte eng mit dem Fahrlehrer abgestimmt sein.

Wirtschaftlicher Faktor

Am Ende steht auch die Frage der Kostenersparnis. Theoretisch könnten durch zusätzliche private Übungseinheiten einige kostenintensive Fahrstunden reduziert werden.

Doch hier ist Vorsicht geboten:

Wenn durch unsystematisches Üben Fehler entstehen, die später korrigiert werden müssen, kann sich der vermeintliche Spareffekt schnell relativieren.

Schlussbetrachtung

Unabhängig vom Ausbildungsmodell bleibt eine Tatsache unverändert:

Am Prüfungstag muss der Fahrschüler die praktische Fahrprüfung fehlerfrei bestehen – mit oder ohne Laienausbildung. Die Anforderungen der Prüfungsordnung bleiben identisch.

Die Laienausbildung kann eine sinnvolle Ergänzung sein, wenn sie strukturiert, verantwortungsvoll und in enger Abstimmung mit der Fahrschule erfolgt. Ohne klare Rahmenbedingungen birgt sie jedoch Risiken.

Die zentrale Frage lautet daher nicht nur: Wie viel kann man einsparen?

Sondern vielmehr: Wie gewährleistet man maximale Sicherheit und Ausbildungsqualität?

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